Quelle: Südkurier vom 30.April 2003

Beim Musik-Treff in der Worblinger Hardberghalle wird auf höchstem Niveau musiziert

Zum Musik-Treff in der Worblinger Hardberghalle hatte die Spielgemeinschaft der Musiker aus Arlen und Rielasingen dieses Jahr den Musikverein Gottmadingen eingeladen. Dass die Entscheidung der beiden Vorsitzenden Siegfried Kuner und Karl Mayer richtig war, zeigte sich bereits an der erfreulich hohen Besucherzahl. Und die zahlreichen Zuhörer wurden nicht enttäuscht. Der Musik-Treff präsentierte sich als eindrucksvolles und musikalisch großartiges Erlebnis.


100 Musiker nahmen gleichzeitig auf der Bühne Platz. Zuerst spielten die beiden Orchester abwechselnd. Krönender Abschluss allerdings war das gemeinsame Musizieren. Zwei Dirigenten und zwei hervorragende Orchester zauberten mit heißen Rhythmen die "Copacabana" nach Worblingen und präsentierten mit dem "Saint Louis Blues" besten Big-Band-Sound.

Mit dem stimmungsvollen "Huldigungsmarsch" von Edvard Grieg begrüßten die Musiker der Spielgemeinschaft Arlen und Rielasingen unter Leitung von Kuno Mößmer ihre Gäste und entführten sie mit dem nächsten Musikstück in die Katakomben von Paris. Dort spielt die traurige Geschichte, die Andrew Lloys Webber in seinem Musical "Phantom der Oper" verewigt hat. Durch Frank Sinatra wurde der Song "My Way" weltberühmt. Er gehört ebenso zum hervorragend gespielten Repertoire der Spielgemeinschaft wie Udo Jürgens "Merci Chéri", "Griechischer Wein" und "17 Jahr". Liebhaber klassischer Blasmusik freuten sich besonders über die böhmisch/mährischen Klänge des "Moravanka-Arrangements" von Walter Tuschla.

Musikgenuss auf höchster Stufe wurde den Zuhörern von den Musikern aus Gottmadingen und ihrem Dirigenten Markus Augenstein geboten. Mit den anspruchsvollen Kompositionen "El Golpe Fatal" und "Loch Ness" will die Musikkapelle beim kommenden Wertungsspiel des Blasmusikverbandes teilnehmen. Beide Stücke trug das exzellente Orchester beim Musik-Treff vor. Temperamentvoll und dynamisch erzählten die Musiker mit ihren Instrumenten von einem Stierkampf. Man glaubte die flirrende Hitze eines glühendheißen Sommertages zu spüren und sah Mädchen im Rhythmus der Kastagnetten tanzen. In einer ganz anderen Welt lebt das Ungeheuer von Loch Ness. Die Landschaft verschwindet im Nebel. Ein Dudelsackspieler ist zu hören und leise quakt ein Frosch. Plötzlich kommt ein Sturm auf. Das Gottmadinger Orchester beherrscht selbst feinste Nuancen großartig.

Mit "Macha de los Picadores" nahmen die Gottmadinger ihre Zuhörer nochmals in die Arena mit, bevor es in die beschwingte Welt des Dixielands weiter ging. Perfekte Soli spielten Armin Rudolf (Saxophon), Günter Wagner (Klarinette), Alfred Ruh (Posaune), Michael Rudolf (Trompete) und Ralf Schruhl (Waschbrett). Durch das Programm führten Thomas Ehinger und Markus Augenstein.